Die HBM in China

Förderung blinder Kinder in Stadtregionen – eine Kooperation mit der „Amity Foundation“



Die „Amity Foundation“ (=Liebe; Stiftung)ist das Diakonische Werk der offiziellen chinesischen protestantischen Kirche mit Sitz in Nanjing. Diese international geförderte Stiftung leistet staatlich anerkannte Hilfe für die Integration von Behinderten. Zudem engagiert sie sich für eine umweltfreundliche Entwicklung der gegenüber den Metropolregionen stark benachteiligten ländlichen Räume.

Die HBM und Amity setzen sich seit 2010 für Blindenschulen in der Jangsu Provinz ein, die noch keine, da vom Staat nicht gefördert, Vorschulen und Berufsschulen einrichten konnten. Ganz gezielt wird die Frühförderung blinder Kinder in den Vorschulen zur Vorbereitung auf die Blindenschule intensiviert. Die Schulabgänger werden zudem in nun entstehenden Berufsschulen aufgefangen und auf ein eigenständiges Berufsleben vorbereitet.

Dieses Projekt wird zunächst für drei Jahre gefördert. Wir gehen davon aus, dass die Provinzregierung in absehbarer Zeit in der Lage ist, auch diese Arbeit flächendeckend zu übernehmen.

Bei regelmäßigen Besuchen der von uns geförderten Schulen können wir uns davon überzeugen, dass Schulleitungen und Lehrerkollegien vorbildlich darum bemüht sind, den ihnen anvertrauten Kindern ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

 

Förderung blinder Kinder in den ärmsten Provinzen – Kooperation mit „Golden Key“


 

„Golden Key“ (=goldener Schlüssel) ist das Lebenswerk von Xu Bailoun, einer charismatischen blinden Persönlichkeit. Der in der Staatspartei hoch angesehene Architekt verlor mit 40 Jahren sein Augenlicht und wurde Christ. Seit 30 Jahren nutzt er seine einflussreiche Stellung in Peking und seine internationalen Beziehungen engagiert dafür, dass blinden Kindern in den ärmsten Provinzen eine Schulbildung als „goldener Schlüssel“ zu einem selbstbestimmten Leben ermöglicht wird.

Offiziell steht allen chinesischen Kindern das Recht auf Schulbildung zu. Doch in den ärmsten Provinzen des Landes bleibt ihnen dieses Recht auf Grund des Unwissens der Eltern und der Trägheit lokaler Behörden, denen das Verständnis und die Mittel für die notwendige Sonderpädagogik fehlen, weithin vorenthalten.

Xu Bailoun ging mit der Autorität dessen, der das Wohlwollen der Zentralregierung im Rücken hat, in die ärmsten Gebiete Chinas und startete dort Aufklärungskampagnen. Dabei werden die meistens versteckt lebenden blinden Kinder ausfindig gemacht und medizinisch untersucht. Zusätzlich arbeitete er daran, die administrativen und pädagogischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass blinde Kinder in das staatliche Schulwesen integriert werden können. So hielt er Vorlesungen und gab Seminare für staatliche Lehrer zur Ausbildung zu Blindenpädagogen.

Bedingt durch sein Alter übergab Xu im Oktober 2010 sein "Lebenswerk" an den chinesischen Behindertenverband, welcher "Golden Key" im selben Maße weiterleitet. Namentlich ist dies Ji Hong.

In der Vergangenheit hat die HBM neben anderen internationalen Organisationen mit jeweils mehr als 10.000 Euro pro Jahr maßgeblich dazu beigetragen, dass die Anzahl blinder Schüler auf Schulen in der Inneren Mongolei beträchtlich gesteigert werden konnte. Seit Ende 2009 unterstützen wir eine neue Aufklärungskampagne in der Bergprovinz Guizou. In dieser armen Provinz besuchen zurzeit nur 5 Prozent aller blinden Kinder eine Schule. Im Beisein von Vertretern der HBM hat Xu Bailoun begonnen, blinde Kinder aufzusuchen, Überzeugungsarbeit bei Eltern zu leisten auch blinde Kinder zu beschulen und ein sehr gut besuchtes Seminar für Lehrer angeboten.Dies wird in seinem Sinne von Ji Hong fortgeführt.

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