Nachrichten

Einführungs­gottes­dienst für Pastor Ewert am 1. Mai 2011

Einführungsgottesdienst für Pastor Ewert am 1. Mai 2011

Nach seiner Ansprache kam Herr Henning Blum, der 1. Bürgermeister der Stadt Hildesheim mit einer Sonnenblume in der Hand auf den grade frisch eingeführten Vorsitzenden der Hildesheimer Blindenmission zu. „Nein, die sind nicht für Sie, Herr Ewert!“, sagte Herr Blum und übergab diese Herrn Superintendent i. R. Rudolf Rengstorf, der kommissarisch die Aufgabe des Vorsitzenden der HBM übernommen hatte. Dieser könne jetzt die Ernte einfahren. „Sie dagegen bekommen von mir eine Tüte mit Samen.“

Mit diesem symbolhaften Geschenk beendete Herr Blum seine Ansprache, in der er eindrucksvoll die Bedeutung der HBM für die Stadt Hildesheim anerkennend zur Sprache brachte. Dieses wurde gern in der gut besuchten Lambertikirche gehört, in der sich viele Freunde und Unterstützer der HBM einfanden, um gemeinsam einen feierlichen Gottesdienst zur Einführung von Pastor Frank Ewert in sein neues Amt als Vorsitzender und Geschäftsführer der HBM zu feiern.

Zu Beginn wies Herr Landessuperintendent i. R. Meyer-Roscher auf die Geschichte der HBM und die langjährige Tradition hin, in der Lambertikirche die Mitarbeitenden der HBM einzuführen und zu entsenden. So begrüßte Herr Walter Meyer-Roscher die Festgemeinde mit einem Zitat von Elisabeth Postler, die den Gottesdienst beschreibt in dem ihre Schwester Martha 1896 als erste Missionarin der HBM nach Hong Kong entsandt wird.

„Alle, die den Freudentag der Blindenmission in der schönen Lambertikirche in Hildesheim miterlebten, waren erstaunt über die fast fröhliche Zuversicht, die Schwester Martha keinen Augenblick verließ, weder bei der Festpredigt ihres alten Vaters, der von der Kraft, die in den Schwachen mächtig ist, und von der Treue in der Missionsarbeit sprach, noch bei der eigentlichen Abordnung, bei der der Vorsitzende des Vereins, Pastor Bartels, von der großen Liebe Jesu redete, die sich der Allerverachtetsten am meisten annimmt.“

Die Aufgabe ist dieselbe geblieben, wie sie an jenem Sonntag vor 115 Jahren andeutungsweise beschrieben wurde: Im Geist der Liebe Jesu blinde junge und dann auch ältere Menschen aus Missachtung und Verachtung ihrer Umwelt zu befreien und ihnen - auch ohne Augenlicht – zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen.

Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer nahm die Einführung vor, als Assistenten unterstützten Pastor Mathias Wöhrmann, Pastorin Gesa Steingräben-Broder, Superintendent i.R. Rudolf Rengstorf und die Ehefrau des neuen Vorsitzenden Pastorin Maike Ewert. Herr Superintendent Helmut Aßmann ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung der HBM für die Kirche in und um Hildesheim ein und auch der Pastor der Lambertikirche, Jürgen Loes, hob die wichtige und gewachseneVerbindung zwischen der Lambertikirche und der HBM hervor.

Heute wie schon damals 1896 erklärt jemand vor dem Altar der Lambertikirche seine persönliche Bereitschaft, den Auftrag der HBM in Verantwortung vor Gott und für die der HMB anvertrauten blinden Mitmenschen fortzuführen.

Es bleibt, was Schwester Martha Postler in einem ihrer Briefe geschrieben hat: „Der sichtbare Segen, der auf unserer Arbeit ruht, ist der beste Fürsprecher, den wir haben können. Uns bleibt zu jeder Zeit die Gewissheit, dass unsere Arbeit eine von Gott gewollte ist“.

Diese Hoffnung und Zuversicht kamen im Einführungsgottesdienst für den neuen Leiter der HBM zum Ausdruck. Es wurde noch lang und herzlich unter der Empore bei Wasser und Brot und Wein geredet und sich ausgetauscht.

Zurück